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Ermittlung von notwendigen

Hüben und Kräften

Neben der Angabe der Platzverhältnisse am Fenster für die Auswahl eines Antriebs ist es wichtig, den erforderlichen Hub und die erforderliche Kraft des Antriebs zu ermitteln.


Hub
Aufgrund der Vorgabe eines gewünschten Öffnungsquerschnitts oder eines Öffnungswinkels und den Fensterabmessungen Flügelhöhe bzw. -breite kann die erforderliche Öffnungsweite des Fensters berechnet werden. Je nach Antrieb- und Montageart entspricht diese Öffnungsweite auch dem Antriebshub. Bei Scherenantrieben und Spindelantrieben mit seitlicher Montage hängt die erreichbare Öffnungsweite vom Antriebshub und dem Montagemaß x ab. Somit können mit kleinen Antriebshüben durchaus auch große Öffnungsweiten erreicht werden.

Druckkraft / Zugkraft
Die Druck- / Zugkraft gibt die Kraft des Antriebs an, die zum Öffnen und Schließen des Fensters zur Verfügung steht. Der Antrieb muss so ausgewählt werden, dass die angegebene Antriebskraft größer als die erforderliche Kraft ist, die sich aus dem Flügelgewicht und der ggf. zu berücksichtigen Wind- / Schneelast ergibt.

FAntrieb ≥ Ferf = FG + FW + FS

FAntrieb: Kraft vom Antrieb
Ferf: erforderliche Kraft
FG: Gewichtskraft des Flügels
FW: Windkraft
FS: Schneekraft

Die Gewichtskraft FG berechnet sich aus Masse mal der Erdbeschleunigung. Vereinfacht wird hierfür angesetzt

FG [N] = Flügelgewicht [kg] x 10 [m/s²]

Somit kann man vereinfacht sagen: 10 kg ~ 100 N

Die Wind- / Schneekraft berechnet sich aus der Wind- / Schneelast [N/m²] multipliziert mit der Fläche, auf der die Last senkrecht wirkt. Eine Rolle spielt hierbei die Einbaulage des Fensters. So ist die Windkraft an einem Fassadenfenster deutlich höher, da die gesamte Fensterfläche als Angriffsfläche der Windlast ausgesetzt wird. Bei Dachflächenfenstern ist die Angriffsfläche die Projektionsfläche des Fensters, die senkrecht zur Windlast steht. Diese wird kleiner je kleiner die Dachneigung ist.


Dachflächenfenster

geneigtes Dachflächenfenster

Fassadenfenster

In Abhängigkeit vom Gewicht des Fensters und der Einbaulage sind Zusatzlasten mit entsprechenden Auf- oder Abminderungswerten zu berücksichtigen.

Bei der Berechnung der erforderlichen Gewichtskraft ist ferner zu berücksichtigen, dass der Antrieb nicht das gesamte Fenstergewicht anheben muss, da in der Regel das Fenster an einer Seite gelagert ist. Somit ist nur die Hälfte der Kraft erforderlich.


Zuhaltekraft
Über die Zuhaltekraft des Antriebs ist gewährleistet, dass der Fensterflügel fest an den Rahmen gepresst wird und die Dichtigkeit des Fensters sichergestellt ist. Die erforderliche Kraft hängt somit auch von der ggf. auftretenden Windlast ab.


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